Die Fähigkeit, in einem internationalen Umfeld zu lernen und zu arbeiten, ist eine wichtige Voraussetzung für ein erfolgreiches Berufsleben in einer globalisierten Wirtschaft. Verstärkt werden MitarbeiterInnen benötigt, die mobil, flexibel und international erfahren sind. Der beste Weg, seine fremdsprachlichen, fachlichen und interkulturellen Kompetenzen bereits während der Ausbildung zu erweitern ist ein Praktikum im Ausland.
Bei dem Projekt „Berufsbildung ohne Grenzen“ geht es um die finanzielle Förderung von BeraternInnen an den Kammern zur Umsetzung von Mobilitätsmaßnahmen zu Lern- und Arbeitszwecken. Hintergrund ist die wachsende Bedeutung von internationalen Kompetenzen in der Berufsbildung, die sich im Rahmen von Austauschmaßnahmen besonders gut erwerben lassen.
Förderung
Mit 16 Millionen Euro wird über vier Jahre lang eine bundesweite Beratungsstruktur für Unternehmen aufgebaut. Die Finanzierung des Projektes erfolgt zu 80 % aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) sowie nationalen Kofinanzierungsmitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). 20 % der Finanzierung erbringen die beteiligten Kammern selbst. Mehr als
30 MobilitätsberaterInnen in Industrie- und Handelskammern und Handwerkskammern stehen Betrieben, Auszubildenden und Berufsanfängern beim Thema Auslandsaufenthalte mit Rat und Tat zur Seite. Die BeraterInnen bauen ein Netzwerk auf, um Unternehmen bei der Suche nach geeigneten Partnerbetrieben im Ausland zu helfen. Sie wirken an der Planung, Durchführung und Auswertung von grenzüberschreitenden Mobilitätsprojekten mit und organisieren Vorbereitungsmaßnahmen wie Sprachkurse und interkulturelle Trainings.
Neben den mehr als 30 MobilitätsberaterInnen an Handwerkskammern und Industrie- und Handelskammern wird eine bundesweite Koordinierungsstelle gefördert, um das Beratungsnetzwerk bei seiner Aufgabe zu unterstützen.
Die Initiative wurde entwickelt vom Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH), dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS).
Finanziell gefördert durch das BMAS und den Europäischen Sozialfonds (ESF) wird das Programm bis Ende 2012 umgesetzt.